Projekt Beschreibung

10 wichtige Dinge für Erfolg bei Sportwetten

Verstehe das Konzept Value

Elementar. Wenn du dieses Verständnis nicht hast, lass das Wetten besser erst einmal bleiben. Natürlich magst du dir sicher sein, dass ein 1.25-Favorit gewinnen wird, aber bieten die angebotenen Wetten irgendeinen Value?

Immer wieder haben wir Spieler sagen hören „Keine Chance, dass dieses Team das Spiel verliert.“ Nun ja, sie mögen zurecht Favoriten sein, aber ist die Wahrscheinlichkeit, dass sie gewinnen höher, als die der angebotenen Quoten? Mit dieser Denkweise zu wetten ist in etwa so, wie einem überteuerten Fernseher einen guten Wert zuzuschreiben, nur weil du ihn wirklich willst. Das funktioniert so einfach nicht.

Value folgt einem einfachen Prinzip, aber der Großteil der Wett-Gemeinschaft versteht es nicht. Und vielleicht ist das auch gut so, denn genau dieses naive Geld befeuert den Markt und überlässt der Minderheit derer, die Value erkennen können, große Gewinnchancen.

Mathematisches Grundwissen

Solltest du jemals den Satz „Ich bin nicht der Mathe-Typ…“ gesagt haben, dann solltest du vielleicht auch nicht der Wett-Typ sein. Auch wenn eine Menge Wettender aus ihrem Instinkt und Gefühl Profit schlagen können, längerfristiger Erfolg stellt sich nur dann ein, wenn du deine Einsätze vernünftig planst und verstehst, was die Quoten in Bezug auf Wahrscheinlichkeiten bedeuten.

In Kürze: Es ist ein Spiel mit Zahlen und du brauchst zumindest ein gutes Verhältnis zu Division und Multiplikation.

Verstehen, wie Buchmacher ihre Quoten machen

Dies wiederum hängt von der Beliebtheit des Ereignisses ab. Im Allgemeinen geben die Quoten allerdings eher wieder, was von der breiten Masse für Wetteinsätze erwartet werden, als von der tatsächlichen Wahrscheinlichkeit für jedes Ereignis. Natürlich ist es nicht ganz so einfach, aber die Buchmacher werden ihre Quoten normalerweise so entwickeln, dass das Wetten auf jede der angebotenen Möglichkeiten attraktiv ist. Sie versuchen so, die eigenen Verbindlichkeiten auszubalancieren und sich ihre Kommission zu sichern.

Für clevere Spieler ergibt sich daraus eine gute Möglichkeit Value zu entdecken, an Stellen, an denen die breite Masse falsch liegt. Außerdem können spitzen Value-Situationen entstehen bei Ereignissen, die mehr als sonst die Masse der Gelegenheitsspieler anspricht, die, sind wir mal ehrlich, nicht besonders viel über profitable Wettstrategien verstehen. Events wie der Super Bowl, Pokalfinale oder die wichtigsten Pferderennen sind die besten Kandidaten für solche Gelegenheiten.

Die Fähigkeit, sich in das hässliche Entlein zu verlieben

Je länger ich im Wettgeschäft dabei bin, desto attraktiver wurden für mich die Underdogs, die sonst niemandem gefallen. Tatsächlich fühle ich mich umso besser damit eine Wette zu spielen, je abstoßender sie auf dem Papier aussieht. Klingt nicht besonders intuitiv, ich weiß, aber je schlechter die Masse ein Team findet, desto schöner wird es für mich im Bezug auf den Value. Dies gilt insbesondere für Teams, die über eine lange Zeit eine gute Leistung gebracht, aber für 4 oder 5 Spiele eine schlechte Serie hingelegt haben. Sieh dir einfach an, wie die Öffentlichkeit sie fallen lässt und der Value steigt.

Lebe nicht in der Vergangenheit, Fokus auf die Gegenwart

Lass dich von einer Verlustserie nicht aus dem Spiel werfen. Streich sie aus dem Gedächtnis, bleib bei deinen Analysen und glaube daran, dass sich das Rad weiterdreht. Auch eine Siegesserie sollte dich nicht auf Abwege und in die Selbstüberschätzung führen. Noch einmal. Bleibe bei deinen Analysen und halte an deinem Plan fest.

Hoffe nicht auf den Lottogewinn

Kombiwetten. Verlockende Angebote. Wie auch immer du sie nennen magst, wisse, wann du sie spielen solltest. Natürlich versprechen sie den großen Coup, den großen Zahltag, aber bis du nicht deine Analysen gemacht und echten Value gefunden hast, sind sie eine denkbar schlechte Art zu wetten.

Betrachte es einmal aus einem anderen Winkel. Wenn du eine Kombiwette von vier Ereignissen setzt und Quoten von 2.00 für jedes erhalten hast, würde die Kombiquote 16.00 ergeben. Sehen wir uns nun einmal ein Beispiel aus der realen Welt an. Dir werden Quoten von 1.90 ‚even money‘ angeboten und die Buchmacher erhalten 5%: Die Quoten für die gleiche Kombiwette stünde nun nur noch bei 13.00. Das heißt beinahe 19% aus dem gesamten Gewinn der Wette gehen verloren.

Wenn du aber echten Value entdeckt hast, können Kombiwetten einen unglaublichen Value bieten, wenn du ihn mit jedem Ereignis aufmultiplizierst. Jeder der einen weiteren Ausgang zu einer Kombiwette hinzuaddiert, tut dies, weil er glaubt, Value gefunden zu haben. Niemand wettet auf Quoten, die für ihn nicht vorteilhaft aussehen. Der Schlüssel zu Kombiwetten mit Value ist, echten Value zu finden, ansonsten wirst du einfach nur deine Chancen weiter verkleinern, mit jeder unterbewerteten Option die du hinzufügst.

Ein nachhaltiges Gespür entwickeln

Es wäre großartig schnell reich zu werden, aber es wird nicht passieren. Denke nachhaltig. Baue deinen Bankroll auf, erhöhe stetig den Anteil, den du in jede Wette investierst und schnell genug wirst du feststellen, dass du ein nicht unerhebliches Taschengeld auf die Seite schaffst. Und vielleicht, nur vielleicht, wenn du lange genug dabei bleibst, kannst du deinen Lebensunterhalt damit verdienen.

Ein Wettkapital von vernünftigem Umfang

Wenn du Geld machen willst, musst du mit einem Wettbudget beginnen, das in der Lage dazu ist, Verluste abzufangen. Wenn du vorhast durchschnittlich eine Einheit je Wette zu platzieren, solltest du mit einem Budget von mindestens 50 Einheiten starten. Mindestens.

Ok. Eventuell kannst du dir nur ein Budget von 1000 Euro leisten, was auf einen durchschnittlichen Einsatz von 20 hinauslaufen würde. Klingt gering, ich weiß, und du möchtest sicher hoch hinaus. Aber 1000 Euro können sich schnell in einen nicht unbedeutenden Betrag verwandeln, wenn du konsequent Value erkennst und deine Einsätze clever planst.

Nehmen wir an, du platzierst 200 Wetten im Jahr. Und damit es für unser Argument besser passt, sagen wir, dass die Quote immer 1.90 beträgt und deine Trefferquote bei 54% liegt. Mit dem fraktionalen Kelly-System wirst du am Ende der 200 Wetten, abhängig von deiner Gewinn-Stabilität, die sich irgendwann einpegeln dürfte, bei einem Budget von 1100.00 landen. Ja. Ich weiß, was du sagen willst – das sind ja nur 100 Euro Profit über ein Jahr. Nun ja. Es handelt sich nur um 200 Wetten im Jahr und einem durchschnittlichen Return von 2.6% pro Wette.

Stell dir nun vor, du wettes 400 mal und bringst es zu einem durchschnittlichen Return von 5%. Dein Budget von 1000 Euro wird am Ende des Jahres 1400 Euro betragen, nach 5 Jahren landest du damit bei 5000 Euro, nach 10 bereits bei 30,000 Euro mit durchschnittlich 600 Einheiten.

Nicht schlecht. Der harte Teil ist jetzt natürlich bei den 5% Return zu bleiben und noch schwieriger dürfte es sein ihn über die Jahre zu halten, die du brauchst, um dein Budget aufzubauen. Der Punkt sollte an dieser Stelle allerdings sein, zu zeigen, wie man mit einem moderaten Budget und Einsatz-Plan beginnen und über lange Zeit bei guten Profiten ankommen kann.

Wie du mit Verlusten umgehst

Wie der Tod und die Steuern, Negativserien sind im Wettgeschäft Teil des Lebens. Sie können von Zeit zu Zeit schier endlose Frustration auslösen und jede Logik außer Kraft setzen. Wir geben hier ein paar Möglichkeiten zum Besten, mit Verlusten umzugehen und den Schaden einzugrenzen, in den Zeiten, in denen sich alles gegen dich zu verschwören scheint.

Mach mal Pause

Der Profi-Punter John Basquill, der ein Jahrzehnt extrem erfolgreichen Wettens erleben durfte, traf ins Schwarze, als er sagte, die 15 Minuten nach einer schlecht platzierten Wette oder glücklose Momente seien die gefährlichsten Zeiten für einen Wettenden. Es ist genau das Zeitfenster, in dem wir alle riskieren uns zu sehr aufzuheizen und Rationalität und Überlegung flöten gehen, wenn wir versuchen den Verlust wieder aufzuholen.

Eine komplett unlogische Reaktion auf ein wenig Unglück, aber eine menschliche, die uns alle ereilt, wenn das Unerwartete eintritt. Das Tor in der letzten Sekunde bringt das Fass zum Überlaufen, egal für wie diszipliniert man sich hält.

Die beste Vorgehensweise scheint zu sein, Zeitfenster für Wetten zu vermeiden. Setze dir keine täglichen Ziele, oder Gewinnhöhen, die du in einer bestimmten Zeit erwirtschaften möchtest. Analysiere stattdessen lieber, wenn kein laufender Handel oder Wetten anstehen, die Grenzbereiche von Profit und Verlust während einer bestimmten Periode. Ruhig und ohne viele Emotionen, abseits von großer Aktion am Monatsende.

Nur so lässt sich entdecken, wo der falsche Ansatz verfolgt wird und ein Richtungswechsel notwendig ist. Sicher und jenseits aller Alarmglocken, die Lärm schlagen können, wenn etwas schief läuft.

Ändere deine Strategie

Patrick Veitch, einer der gefürchtetsten Vollzeit-Spieler in den UK seit den 1990ern, entwickelt stetig Strategien, im Kampf um den Verbleib an der Spitze des Spiels. Wettenden stand nie ein größeres Angebot an Wettmöglichkeiten zur Verfügung. Gleichzeitig muss man allerdings sagen, dass der Start nie schwieriger war, für alle die, die einen gewissen Sinn für Value haben.

Mit diesen Gedanken im Hinterkopf kreist Veitch jeden Tag die Pferde mit den geringsten Quoten ein. Nach detaillierten Analysen der vergangenen Rennen entscheidet er sich für einen Preis, für den sich ein Back oder Lay aus seiner Sicht lohnt. Diese Entscheidungen bilden die Grundlage umfassender, auf Tausch basierender Vorgänge. Ein Vorgehen, das weit von seinem Vorgehen vor fünf oder sechs Jahren abweicht.

Die Gefahren, die ein Stillstand in Zeiten des Misserfolges mit sich ziehen kann, lassen sich an vielen gescheiterten Wettenden ablesen. Oft handelt es sich dabei um Spieler, die in der Vergangenheit beeindruckende Gewinne einfuhren. Johnny „Lights“ Herndall stand in den 80ern und 90ern an zahlreichen Rennstrecken Südenglands, bis er sich zur Ruhe setzte. Er war sehr gut vernetzt, konnte Preise exzellent beurteilen und wusste, wann und in welchem Rennen die Sterne gut standen, um zu wetten. Mit dem Aufkommen der Wettbörsen jedoch, wurden die „Geheimnisse“, die nur er und ein paar wenige andere kannten in die Welt getragen und sein Vorsprung schwand zusehends.

In der Zeit vor Betfair mochte er stetes Cash eingefahren haben, mit einer Wette auf den Newcomer eines führenden Rennstalls in seinem moderaten Einstiegsrennen. Er dürfte sich dessen bewusst gewesen sein, dass das Pferd besonders beliebt war (während die Buchmacher im Dunkeln tappten und besonders hohe Quoten ansetzten). Mit der Übermacht der Börsen wurden aus den Quoten, die bei 4.00 oder mehr standen plötzlich zu einer 2.50 oder weniger und die Gewinn-Marge löste sich über Nacht in Luft auf.

Reduziere deinen Einsatz und maximale Verluste

Der beste Rat für Zeiten, in denen die Maschinerie zu stocken beginnt und eine Reihe von Verlusten eintrudeln, ist es, den Einsatz zu reduzieren, bis du das Gefühl hast, wieder an Sicherheit zu gewinnen. Wenn ein Punter normalerweise 100 setzt, schraub das Ganze auf 25 runter. Was vielen von uns passiert, wenn unsere Fähigkeiten sich verbessern und gleichzeitig ein kleines Formtief auftritt, ist, dass wir versuchen unsere Verluste wieder einzuholen. Es ist genau diese Phase, die dich alle harte Arbeit der Vergangenheit und die Profite kosten kann.

Wie der Profi Steve Noyce einst erklärte, „Es ist bedeutend besser im ersten Gang durch die Straßen zu schleichen bei dem Versuch, ein Marathonläufer zu werden, als sich als angehender Sprinter, selbst zu verbrennen.“ Den Einsatz richtig zu kalkulieren ist die härteste Aufgabe im Wettprozedere. Es ist bedeutend besser, optimistischer zu setzen, wenn du einen Run hast, als in schlechten Zeiten den großen Rettungsversuch zu starten.

Spiel vorsichtiger, probiere dich aus und sammle Selbstvertrauen

Weniger Wetten, besser durchdacht und nur dann platziert, wenn eine Grenze nicht überschritten wird. Kürze alle ‚interessanten‘ Wetten weg, z.B., wenn ein Live-Match läuft, und konzentriere dich allein auf die Gebiete, auf denen du das meiste Wissen ansammeln konntest. Offensichtlicher Rat – Oft ignoriert, insbesondere, wenn es gerade nicht so gut läuft.

Ein exzellenter Punter kann nur dort ausschließlich aus dem Handel mit Fußballquoten einen relevanten Lebensunterhalt einfahren, wo er über komplexe Algorithmen verfügt, an die er sich halten und jede noch so kleine Indiskrepanz zwischen den Quoten auf den asiatischen und auf Handel basierenden Märkten heraus rechnen kann. Wenn er sich daran hält, kann er so über das Jahr spitzen Gewinne einfahren, ohne aus anderen Quellen sein Einkommen beziehen zu müssen. Damit ist er komplett abhängig vom Wettgeschäft. Sobald er einen Fehler begeht, oder ihm ein spätes Tor einen Strich durch die Rechnung macht, kann er schnell auf Pause gehen, die Sportart wechseln und versuchen, wieder einzuspielen, was er in 90 Minuten gerade verloren hat. Dabei kann es schon mal passieren, dass er auf ein Pferd mit einem viel größeren Einsatz setzt, als er dies normalerweise während eines Rennens machen würde.

Inzwischen in seinen Vierzigern, stellt er fest, wie verrückt dieser Ansatz ist, der jedoch einen großen Anteil seines jährlichen Einkommens ausmacht. Er kann sich nicht davon trennen. Sich seine Schwachstellen einzugestehen ist ein wichtiger erster Schritt für jeden der wettet. Auch wenn sie zu bekämpfen auf einem anderen Blatt geschrieben steht.

Vergiss das Spiel ganz

Der gefürchtete Rat auf den kein ernsthafter Punter eine Antwort hat. Freunde und Familie durften sich oft das entschuldigende Gemurmel anhören, wenn eine längere Verlustperiode sich eingestellt hat. Der Vorschlag das Ganze sein zu lassen, stößt bei den meisten, die das Spiel lieben allerdings auf Unverständnis. Das Handtuch zu werfen, nie wieder zu wetten, ist eine Verlockung, wenn sich das Schicksal gegen dich wendet. Aber stelle dir ein Leben der Wanderungen durch Gartencenter und denkmalgeschützte Besitztümer vor, während das Rennen oder die Fußball-Partie in vollem Gange sind, und du wirst schnell merken, dass Weiterentwicklung besser ist, als sich zur Ruhe zu setzen.

Die Suche nach erfolgreicherem Wetten endet nie, und „pass dich an oder stirb“ ist eine gute Maxime in der sich rapide verändernden Welt des Wettgeschäfts.

Form im Fußball bewerten

Wenn du Variablen wie Heim/Gast-Statistiken, Anzahl der Tore, Manager und Gesamtleistung in deine Überlegungen mit einbeziehen willst, bevor du deine Wetten platzierst, wird die das einen entscheidenden Vorteil vor anderen Spielern verschaffen.

Resultatsbasierte Wetten

Eine oft angewandte Wett-Strategie ist die Betrachtung der bereits absolvierten Partien eines Teams. Ergebnisse alleine sind jedoch wenig hilfreich, wenn sie der einzige Indikator bleiben, um die Teamleistung einzuschätzen. Ob ein Team gegen schwächere oder stärkere Gegner drei Spiele in Folge gewinnt, macht einen großen Unterschied. Eventuell ist ein Team auch berüchtigt für schwache Leistungen im eigenen Stadion, auswärts dafür eine Bank.

Auch die Art der vergangenen Siege kann wichtig sein. Ein Team, das mit drei Toren Vorsprung gewinnt, steht besser da als eines, das mit 1-0 den Platz verlässt. Solche Dinge spielen eine wichtige Rolle, wenn es darum geht den Value einer Wette einzuschätzen. Heim/Gast-Statistiken kombiniert mit der Toranzahl eines Sieges sind eine bedeutend bessere Referenz, als nur die Ergebnisse.

Direkte Duelle („head to head“, „h2h“)

Die Ergebnisse direkter Duelle aus der jüngeren Vergangenheit geben einen Hinweis darauf, wie die Teams sich in zukünftigen Begegnungen schlagen werden. Bedenke, wieviel sich verändert hat seit dem letzten Aufeinandertreffen. Neue Spieler wurden eingekauft oder wichtige Spieler fehlen aus Verletzungsgründen. Als Faustregel können Spiele, die weiter zurück liegen als ein Jahr, als wenig aussagekräftig gewertet werden für zukünftige Paarungen.

Wie passt die Taktik des Trainers zu der des Gegners? Ein sehr defensiv ausgerichtetes Team, welches gegen eine Offensivmannschaft spielt, könnte mehr Tore erzielen, während zwei Defensivmannschaften nur wenige Torchancen zulassen. Sieh dir auch die Strategie der Trainer in der Vergangenheit und die Statistiken aus ihren direkten Duellen an. Nicht unbedingt als Trainer der aktuellen Mannschaft, sondern insgesamt. Es könnte sein, dass ein Trainer eine erfolgreiche Taktik vergangener Partien gegen einen Trainer auch auf kommende Spiele anwendet.

Geografie und europäische Spiele

Während der Saison spielen viele Teams in der Europe League und zahlreiche Spieler für die eigenen Nationalmannschaften. Wenn ein Team unter der Woche auswärts gespielt hat und dafür eine weite Reise antreten musste, könnte es sein, dass eine gewisse Müdigkeit Einfluss auf die Leistung hat.

Außerdem besteht die Möglichkeit, dass Schlüsselspieler in der Nationalmannschaft für wichtigere Spiel in der Liga geschont werden. All das kann die Leistung eines Teams in den Begegnungen beeinflussen.

In Phasen mit internationalem Hochbetrieb fehlen einige Spieler eventuell und schwächen ihr Team in einigen Positionen. Der Einfluss auf die Quoten kann enorm sein – die Chance, dass hier Value zu finden ist, ist groß.

Die letzte Woche hat kaum eine Bedeutung

Natürlich zählt die Form der Vergangenheit. Aber sie spielt keine so große Rolle, wie die meisten denken. Zumindest, wenn es darum geht, die Quoten zu überlisten. Ich höre immer wieder Leute darüber sprechen, wie sich ein Team in den letzten 3 oder 4 Wochen gemacht hat.

Ja. Ein Team mag in den letzten Spielen viele Tore geschossen haben. Aber hilft dir diese Info wirklich, um eine genaue Einschätzung des tatsächlichen Tor-Potenzials zu treffen?

Nein, nicht wirklich.

Um einen neutralen Blick auf die Fähigkeiten eines Teams Tore zu schiessen zu behalten, musst du genauer hinsehen und weiter zurück gehen. Betrachte die Torzahlen der letzten 20 oder mehr Partien. Die Anzahl ist abhängig von der Sportart, Liga und der generellen Anzahl und Frequenz gespielter Partien.

Ohne Zweifel sollte auch die aktuelle Form nicht außer Acht gelassen werden. Aber ein sicherer Weg, stetig auf der falschen Seite der Über/Unter Wetten zu landen, führt die Überschätzung aktueller Torzahltendenzen entlang.

Es ist die aktuelle Form, die das breite und recht naive Wett-Publikum oft auf Abwege führt. Für die unter uns, die das wahre Potenzial gegenüber dem inutiten bevorzugen, bietet der Markt der Über/Unter-Wetten zahlreiche lukrative Chancen.

Unterscheide zwischen Heim- und Auswärtsform

Es scheint offensichtlich zu sein, aber oft genug wird von der Gesamtform und dem Torpotenzial gesprochen, statt zwischen Heim- und Gastauftritten zu unterscheiden.

Die Unterscheidung ist wichtig.

Schau dir die europäischen Ligen an und du wirst sehen, dass es spezielle Tendenzen gibt, was die Torzahlen im eigenen Stadion und auswärts angeht. Aus welchen Gründen auch immer, enden die Partien Zuhause bei einigen Mannschaften torreicher, als in der Ferne, während andere Teams in der Heimat kaum Tore erzielen, die Torhüter dafür aber auswärts des öfteren hinter sich greifen müssen.

Sehen wir uns ein paar einfache Beispiele an. In der Bundesliga Saison 2011/12 hat Hoffenheim Zuhause 6 von 17 Spiele mit Über 2.5 Toren beendet. Auswärts endeten 9 von 17 mit mehr als 2.5 Toren. Leverkusen konnte Zuhause auf 10 von 17 Partien mit mehr als 2.5 Toren zurück blicken. Auswärts waren es dafür 6 von 17 Spielen, in denen insgesamt mehr als 2.5 Tore fielen.

Der Punkt sollte also deutlich geworden sein. Wenn du Über und Unter in bestimmten Ligen und Wettbewerben betrachtest, solltest du darauf achten, wie die Teams Zuhause bzw. Auswärts performen.

Verfolge Häufigkeiten und nicht den Durchschnitt

Ein Problem, dass ich sehr oft beobachten kann ist, dass der Toreschnitt zur Einschätzung einer bestimmten Partie herangezogen wird.

Der Durchschnitt mag aussagekräftig sein, wenn eine große Wertmenge mit Ergebnissen relativ geringer Varianz analysiert wird. Das Problem ist aber, dass schon ein Spiel in 15 Partien mit relativ großer Abweichung von der Regel den Durchschnitt verzerren kann.

Nehmen wir ein hypothetisches Beispiel.

Sagen wir Dortmund hat 15 Heimspiele absolviert und insgesamt 45 Tore geschossen. Das macht im Schnitt 3 Tore pro Spiel. Der Über/Unter 2.5 Tore Markt bietet even money. Sieht vielversprechend aus, wenn man die Heimtorbilanz betrachtet.

Sagen wir nun, dass in den 15 Spielen ein paar mit einer besonders hohen Torzahl endeten, z.B. 4-2 und 5-1, was insgesamt bereits 12 Tore macht. Diese beiden von der Regel abweichenden Spiele einmal von der Rechnung ausgenommen, liegt der Schnitt der restlichen 13 Partien nur noch bei 2.53.

Was wie eine wunderbare Über 2.5 Möglichkeit aussah, ist plötzlich wenig verlockend.

Während der Durchschnitt in einer besonders großen Stichprobenmenge hilfreich sein kann, ist es am besten, die Häufigkeiten zu verfolgen. Sieh dir an, wie oft ein Team über oder unter einer bestimmten Torzahl gelandet ist. In unserem Beispiel mag es ja sein, dass Dortmund im Schnitt mehr als 3 Tore in 15 Heimspielen geschossen hat, aber der tatsächliche Anteil der Spiele, die mit über 2.5 Tore endeten kann trotzdem unter 50% liegen. Ein paar wenige Spiele mit überproportional vielen Toren können den Schnitt verzerren. Vielleicht hat Dortmund also nur 7 Heimspiele mit mehr als 2.5 Toren absolviert.

Auch wenn der Schnitt pro Spiel bei 3 liegt, würdest du dich gut fühlen mit einer Über-Wette, wenn die Häufigkeit so gering ist? Wahrscheinlich nicht.

Ignoriere das Exotische

Bleibe mit deinen Über/Unter-Wetten irgendwo an der 2.5-Basis oder wo auch immer die ‚even money‘-Grenze liegen mag. Meistens schwankt sie irgendwo zwischen 2 oder 3 Toren, je nach Liga und Teams.

Fest steht, dass hier der Value zu finden ist.

Natürlich kann es sein, dass ein Buchmacher eine Über 4.5 Tore Wette für 5.00 anbietet. In der Regel tendieren Buchmacher, die solche Quoten anbieten allerdings dazu, eine Kommission zu nehmen, die über dem Durchschnitt liegt.

Gleichzeitig ist der Value überall dort, wo du ihn finden kannst. Wenn du also die Zahlen durchgekaut und einen Value irgendwo über oder unter den typischen Torzahlen entdeckt hast, nutze den Vorteil aus.

In den meisten Fällen können wir dich aber dazu ermutigen, dich an den Grundregeln festzuhalten und dich auf ‚even money‘ Über/Unter-Quoten zu halten. Im Ergebnis werden deine Tipps beständiger.

Und wenn es um die Analyse geht, wird es dir leichter fallen historische Daten der üblichen Über/Unter-Märkte im Internet zu finden, als Statistiken für ausgefallene Wetten.

Das Tor-Potenzial erkennen

Unter allen Umständen solltest du die Endstände genau unter die Lupe nehmen. Aber wenn du dein Über/Unter-Wetten verbessern willst, schau dir Statistiken an, die weiter gehen. Mit jeder Analyse wollen wir das tatsächliche Potenzial eines Teams in einem bestimmten Spiel ermitteln. Die Torzahlen sind dafür nicht immer die besten Daten.

Tauche tiefer ein. Versuche eine Analyse zu erstellen, die statistische Kategorien einbeziehen, die bessere Indikatoren für die Form eines Teams und sein Potenzial Tore zu schießen sind.

Sieh dir die Schüsse aufs Tor für und gegen an, ebenso wie die Torschüsse und die tatsächlich erzielten Tore je Schuss auf beiden Seiten. Das Problem mit Toren ist, dass sie ein wenig unbeständig sind und es zu großen Abweichungen kommen kann.

Viel bedeutender ist, dass die Masse sich normalerweise nur an den Endergebnissen orientiert und die Buchmacher wiederum den Durchschnitt des breiten Wettpublikums für ihre Quoten heranziehen. Ein tieferer Einblick in das Tor-Potenzial kann dir also einen großen Vorsprung gewähren, der sich sicher bald in deinen Wetten wiederspiegelt.

Schau dir dir jüngsten Spiele an

Sich die jüngsten Paarungen der beiden Teams anzusehen, kann sehr hilfreich sein.

Und nicht selten Überraschungen bringen. Es könnte sich herausstellen, dass die Teams eigentlich wenig Tore schießen und defensiv ausgerichtet sind, wenn sie aber aufeinander treffen oft offensiv spielen und die Partien mit vielen Toren enden.

Geh aber nicht zu weit zurück. Es ist nicht wirklich relevant, was die Teams in 10 Jahre zurückliegenden Spielzeiten gemacht haben. Schau dir dir Spiele aus den letzten drei Spielzeiten an.

Gleichzeitig solltest du nur eine Vergleichsmenge von mindestens zwei, eher drei Paarungen heranziehen. Natürlich mag das letzte Spiel zwischen den beiden Clubs überraschend mit fünf Toren geendet haben. Aber es ist eben nur ein Spiel. Und das allein bedeutet nicht viel.

Wenn du aber auf der anderen Seite feststellst, dass die Teams konsequent mehr als 2.5 Tore in jedem ihrer letzten vier Aufeinandertreffen in den vergangenen zwei Spielzeiten geschossen haben, sollte das eine Anmerkung in deinen Analysen wert sein.

Betrachte die Situation

Die Analyse des aktuellen Stands der Dinge macht einen großen Teil der gesamten Einschätzung von Über/Unter-Wetten aus.

Sieh dir an, wie die beiden Clubs in ähnlichen Situationen aufgetreten sind.

Wenn eine Mannschaft auswärts ein klarer Underdog ist, endeten die Partien dann oft mit vielen oder eher wenigen Toren? Wenn sie gegen unterlegene Gegner spielt, tut sie dann alles, um den Lauf mitzunehmen und Tore zu schießen, oder wird gerade genug investiert, um den Sieg einzufahren?

Sieh dir nicht nur die aktuellen Trends der aufeinandertreffenden Clubs an. Tauche tiefer und schau nach ligaweiten Tendenzen. Fallen am Anfang einer Saison mehr Tore oder eher zum Ende hin?

All diese Dinge mit in die Beobachtungen einzubeziehen kann sehr hilfreich sein für deine Analysen und dir einen kleinen Vorsprung und einen Blickwinkel geben, den die breite Masse im Wettgeschäft übersieht.

Wie du Wetten auf Pferderennen gewinnst

Die Internet-Revolution hat ein goldenes Zeitalter für Punter, die auf Pferderennen wetten eingeleutet – und eine Menge Buchmacher auf den Markt gerufen, die um die Wetteinsätze werben.

Für jeden, der diszipliniert genug ist das auszunutzen, haben sich dadurch fantastische Möglichkeiten ergeben, mit beinahe nicht mehr existenten Margen, wenn du konsequent nach den besten Preisen suchst. Auf den Punkt gebracht: Wenn dein Urteil etwas wert ist, solltest du gewinnen – und zwar regelmäßig.

Ausgehend von unserer Erfahrung aus beiden Blickwinkeln haben wir ein paar goldene Regeln für das erfolgreiche Wetten auf Pferderennen aufgestellt.

Spezialisiere dich

Es gibt soviele Rennen, besonders im Sommer, dass es nahezu unmöglich ist, allen im nötigen Maß zu folgen. Es zu versuchen, führt sehr wahrscheinlich zu Flüchtigkeitsfehlern im Einzelfall.

Es ist also ratsam, sich auf bestimmte Bereiche zu konzentrieren. Als willkürliches Beispiel: Novice Hurdle Rennen mit Zweijährigen.

Spezialisiere dich auf ein paar solcher Bereiche und schenke diesen all deine Aufmerksamkeit.

Pflege eine Datenbank

Sich in einem Bereich zu spezialisieren bedeutet, dass du eine Datensammlung nutzen kannst, um all deine Beobachtungen und Notizen für jedes Rennen einzutragen.

Einige Unternehmen bieten fertige Versionen wie Timeform und Raceform an, die es dir erlauben, deine eigenen Notizen mit den Experten-Analysen zu verbinden.

Schätze möglichst viele Rennen ein

Dieser Punkt ist ein zentraler für jeden, der sich an Pferdewetten versuchen und damit Gewinn machen möchte. Es gab tausende exzellenter Form-Einschätzungen, die im Wettbetrieb wertlos wurden, einfach dadurch, dass gewettet wurde, was gefiel und ein Gewinner eben immer ein Gewinner ist.

Die einzige Möglichkeit eine vernünftige Entscheidung darüber zu fällen, wann es Zeit ist, zu wetten, ist das Rennen und die angebotenen Quoten zu 100% zu berechnen. Wenn du beispielsweise die Quoten für ein Rennen auf Ausgewogenheit mit 3 zu 1 und 3 zu 1 einschätzt und berechnest, die angebotenen Quoten aber 6 zu 4, 2 zu 1 und 5 zu 2 betragen, liegt der ‚Value‘ in der Wette auf die 6 zu 4 Chance.

Natürlich ist das Beispiel ein stark vereinfachtes und Pferderrennen sind nie schwarz oder weiß. Dennoch ist die Methode eine Gute, um reinzukommen, sich schlechte Gewohnheiten abzugewöhnen und zuviele Wetten zu platzieren.

Wenn sich der Wind dreht, bleib cool und warte

Die Sommermonate sind traditionell die härtesten für Buchmacher, was Pferdewetten betrifft. Das Wetter ist trocken, die Bahn bleibt meist schnell.

Dennoch. Wenn das Wetter wechselt, ändern sich auch die Ergebnisse. Sei vorsichtig, wenn du die Form auf schnellem Untergrund betrachtest, das Rennen aber auf weichem stattfindet. Genau das ist der Grund, warum es Buchmacher gibt!

Der Rennverlauf

Dies ist der am wenigsten berücksichtigte, aber möglicherweise wichtigste Faktor für die Beurteilung eines Pferderennens, auf das du wetten möchtest.

Du musst versuchen, den Rennstil der Protagonisten zu verstehen, und was ihnen am besten liegt. Bei zwei sturen Pferden, die es lieben vorne weg zu rennen, besteht zum Beispiel für beide eine große Gefahr, sich gegenseitig zu erschöpfen und so das Rennen in letzter Konsequenz einem dritten Pferd zu überlassen.

Viele dieser Einschätzungen basieren auf Erfahrungswerten, und diese Erfahrung lässt sich nur auf der Grundlage zahlreicher beobachteter Rennen und angefertigter Notizen sammeln.

Gute Form schlägt große Namen

Allgemein gilt, dass die Allgmeinheit auf die Pferde renommierter Rennställe stärker wettet, als angesichts der Form in vielen Fällen gerechtfertigt wäre. Lass dich nicht von der allgmeinen Meinung beeinflussen und konzentriere dich auf das, was du auch mit eigenen Augen wahrnimmst.

Jüngere Trainer am Anfang ihrer Karriere sind meist hungriger als diejenigen, die bereits in der Vergangenheit Erfolge feiern konnten. Bei Hindernisrennen sind etwa die Pferde der relativ neuen Trainer Neil Mulholland und Charlie Longsden noch immer erfolgreicher, als der Wettmarkt nahelegt.

Wette niemals unter 2.00 und versuche, Each Way Value zu finden

In meinen 20 Jahren als Wetter habe ich gelernt, Wettquoten unterhalb von 2.00 (engl.: „odds on“) zu vermeiden und mich hauptsächlich auf Each Way Wetten zu konzentrieren.

Niedrige Quoten bedeuten zwangsläufig, dass entprechend mehr Wetten aufgehen müssen, und mit dem Preisdiktat von Betfair dieser Tage ist es zunehmend schwierig, große Favoriten mit echtem Value zu finden. Es ist meist besser, in Rennen mit 8 bis 10 Teilnehmern nach Each Way alue zu fahnden.

Nirgendwo wird das deutlicher als auf dem Platzierungsmarkt (hier wettest du nur, ob das Pferd platziert oder nicht, ob es gewinnt ist hier unerheblich) von Betfair, auf dem du deutlich niedrigere Wettquoten erhältst als bei klassischen Buchmachern.

Der Einfluss der Startplatzverlosung

Dies wird immer wichtiger für das Finden von siegreichen Pferden, und ist ein stetiger Frustrationsquell für Wetter auf Galopprennen. Es passiert des Öfteren, dass bestimmte Streckenabschnitte schneller sind als andere, weshalb der Auslosug der Startposition eine große Bedeutung zukommt – insbesondere die Außenpositionen sind häufig im Vorteil.

Sich diese systematischen Verzerrungen zu merken ist elementar für zukünftige Wetten. In Folkestone zum Beispiel wurden 9 von 10 Sprints von einem der beiden Pferde gewonnen, die am nächsten zum Zaun hin starteten.

Aufstrebende Talente vor etablierten Stars

Sehr oft sind die Wettquoten der Pferde, die von Jockeys mit großem Namen geritten werden, viel zu niedrig – einfach nur weil die breite Öffentlichkeit annimmt, dass Insider mit einem Sieg rechnen. Und natürlich gibt es eine breite Masse von Wettenden in den britischen Wettbuden, die auf das Pferd nur deshalb wetten, weil es von A P McCoy geritten wird – unabhängig vom Preis.

Wie so oft bei erfolgreichem Wetten: Sich nicht nach der Mehrheitsmeinung zu richten ist häufig die beste Option.

Versuche junge Jockeys auszumachen, die stark sind und das Tempo gut einschätzen können. Junge Jockeys erhalten eine Gewichtsreduktion für ihre Pferde bis sie eine Mindestsumme an Siegen erritten haben, weshalb gute junge Jockeys viel Value bieten, wenn du sie vor den anderen entdeckst.

Dokumentiere deine Wetten und analysiere sie

Disziplin ist das oberste Gebot und essentiell, um schlechte Value-Wetten auszusieben.

Zehn Bücher, die deinen Wetthorizont erweitern

1. Scorecasting: Die versteckten Einflussfaktoren hinter Spielverlauf und Sieg im Sport
von Tobias J. Moskoqitz & L. Jon Wertheim

„Dieses Buch räumt mit einigen der am besten behüteten Weisheiten des Sportgeschehens auf. Es offenbart die versteckten Kräfte, die Einfluss darauf ausüben, wie Basketball, Baseball, Fußball und Hockey gespielt, gewonnen und verloren werden.“

2. Der größte Feind – Die Geheimnisse des gefürchtetsten professionellen Punter Großbritanniens
von Patrick Veitch

„Der größte Feind ist ein sensationeller Blick über die Schulter des in Großbritannien berüchtigsten Punters Patrick Veitch und die Geschichte, wie er in acht Jahren mehr als 10 Millionen Pfund gewinnen und die Welt der Buchmacher in Angst und Schrecken versetzen konnte.“

3. Mathematik in Spielen, Sport und Wetten
von Ronald J. Gould

„Dieses Buch zeigt, wie diskrete Wahrscheinlichkeiten, Statistik und die Grundlagen der diskreten Mathematik für Spiel, Sport und Wetten genutzt werden können. Anhand zahlreicher Beispiele, Fragen und Problemen wird die Anwendung der mathematischen Theorie auf Spiele des Lebens aufgezeigt.“

4. Sportwetten: Von Punkt-Verteilungen leben
von Daniel Fabrizio & Joseph Hunter

„Dieses Buch führt ein in Strategien und Taktiken, die den Sportwetten-Markt zu einem Business machen. Wir bevorzugen den Ausdruck ‚Investor‘, anstelle von ‚Wettender‘, weil wir einen professionellen Blick auf den Sportmarkt einnehmen.“

5. Die Quoten gewichten
von King Yao

„Das Anliegen dieses Buches ist es, dir Handwerkszeug für erfolgreiche Sportwetten mit auf den Weg zu geben. Bewertung, Vergleich und Evaluierung des Sports sollen fortan nicht mehr aus der Perspektive des Spielers, sondern aus einer analytischen betrachtet werden.“

6. Freud auf der Piste – Clement Freud und seine Leben auf der Pferderennbahn
von Sir Clement Freud

„Sir Clement Freud war ein furchtloser Punter, der ein Vermögen damit machte, auf seinen eigenen Erfolg in den Ely Nachwahlen 1973 mit 33-1 zu wetten. Er besuchte außerdem Rennbahnen überall auf der Welt. Sein Renn-Journalismus überstieg an Scharfsinnigkeit und Verständnis alle anderen.“

7. Die Quoten: Eine Saison, drei Spieler und der Tod ihres Las Vegas
von Chad Millman

„Das Buch zeichnet ein lebendiges Portät von Las Vegas in Licht und Schatten. Auf den Fährten dreier NCAA-Spieler macht der Leser sich auf die Reise hinter die Kulissen einer ganzen Saison und taucht ein in drei Leben, ihre Siege, Niederlagen und das Risiko, alles zu verlieren.“

8. Kein leichtes Geld – Die Tagebücher eines Spielers
von Dave Nevison

„Dave Nevison rechnet gnadenlos ab mit einem Leben auf der Straße, Wetten an den wichtigsten Rennbahnen Großbritanniens und dem Abenteuer. Sein erklärtes Ziel war es eine Millionen britischer Pfund zu gewinnen. Das Buch gewährt Einblicke in die detaillierte Wettgeschichte und eine emotionale Achterbahnfahrt.“

9. Sport Arbitrage: Risikoloses Investment
von George Lynam

”Das Buch liefert Theorie und Praxis für ein risikoloses Investment und zeigt anhand zahlreicher Beispiele, wie es möglich ist, relevante Gewinne aus einem kleinen Startbetrag zu erzielen. Wenn du einen Einblick in die aufregende Welt risikofreien Sport-Investments wagen willst, ist das Buch genau das richtige für dich. Egal ob Einsteiger oder Profi, du wirst sicher eine Menge Neues lernen.“

Wettquoten in Wahrscheinlichkeiten umwandeln

Das Wissen darüber, wie man Wettquoten umrechnet, kann sehr hilfreich sein. Auf jeden Fall stehst du deiner Entwicklung hin zu längerfristigem Erfolg im Wettgeschäft unnötig im Weg, wenn du nicht weißt, wie sich Quoten in ihre implizierten Wahrscheinlichkeiten umrechnen lassen.

Die implizierten Wahrscheinlichkeiten hinter den angebotenen Quoten zu verstehen, ist der Schlüssel dafür, auf einem bestimmten Wettmarkt den Value zu bestimmen. Unabdingbar ist es auch für den Versuch, den vorhandenen Value in Bezug auf konkrete Quoten für einen Ergebnisausgang einzuschätzen. Wenn die implizierte Wahrscheinlichkeit der Quoten geringer ist, als die von dir errechnete Wahrscheinlichkeit dafür, dass ein angebotenes Ereignis eintritt, bietet die Wette eine Value-Gelegenheit.

Wie du Wettquoten in Wahrscheinlichkeiten umwandelst

In der Regel wirst du auf drei Arten von Quoten stoßen, wenn du dich durch die Landschaft der Sportwetten bewegst.

Dezimal-Quoten: ausgedrückt als 1.65 oder 2.95 etc.
Fraktionale Quoten: ausgedrückt als 5/2 oder 3 zu 2 etc.
Amerikanische Quoten: ausgedrückt als -120 oder +140 etc.

Sie alle geben an, was du zurück erhältst, wenn du einen bestimmten Betrag auf eine Wette setzt.

Dezimal-Wettquoten

Dezimal-Wettquoten sind eine einfache Reflektion dessen, was du für jede gesetzte Einheit zurückerhältst. In anderen Worten: Eine Quote von 1,65 bedeutet, dass du für jede Einheit, die du auf ein bestimmtes Ergebnis setzt, einen Profit von 0,65 machst, falls dieses Ergebnis eintritt.

Um die Quoten in ihre jeweilige implizierte Wahrscheinlichkeit umzuwandeln, gibt es eine einfache Rechnung.

1 dividiert durch die Dezimal-Quoten.

Bei unserem Beispiel mit der Quote von 1,65 bedeutet das beispielsweise:

Implizierte Wahrscheinlichkeit = 1 / 1.65
Implizierte Wahrscheinlichkeit = 0.606

Fraktionale Wettquoten

Fraktionale Wettquoten sind vor allem in Großbritannien gängig. Sie drücken in einfacher Form aus, was du für einen bestimmten Einsatz als Reingewinn erhältst. 5/2 (lies: Fünf für Zwei) bedeutet dass du für den Einsatz von zwei Pfund (oder Euro, Dollar, etc) fünf Pfund Reingewinn bekommst, wenn du deine Wette gewinnst.

Um fraktionale Quoten in ihre implizierte Wahrscheinlichkeit umzurechnen, gehen wir folgendermaßen vor:

Der Nenner geteilt durch (Nenner + Zähler)

Für unser 5/2 Beispiel also:

Implizierte Wahrscheinlichkeit = 2 / (5 + 2)
Implizierte Wahrscheinlichkeit = 2 / 7
Implied probability = 0.286

In Prozent ausgedrückt also: 28.6%

Amerikanische Wettquoten

Amerikanische Wettquoten (auch: US-odds, Moneyline) sind das vielleicht exotischste Wettquotenformat für Nicht-Nordamerikaner. Zunächst wirken sie verwirrend. Sie zu verstehen ist aber notwendig, da viele schlaue Menschen im Wettgeschäft mit diesen Quoten hantieren. Um zu verstehen was sie sagen, und um von ihnen lernen zu können, ist es dewegen hilfreich, mit dem US-Quotenformat umgehen zu können. Sehen wir uns an, wie US-Wettquoten in ihre implizierten Wahrscheinlichkeiten umgerechnet werden.

Es gibt zwei Varianten von US-Wettquoten.

Zunächst die negativen, zum Beispiel -120. Doch was heißt das?

-120 drückt aus dass du 120 (Dollar, Euro, was auch immer) wetten musst, um 100 zu gewinnen. Wenn du 120 wettest, beträgt dein Reingewinn im Erfolgsfall 100.

Die zweite Variante sind die positiven Quoten, zum Beispiel +180.
Das bedeutet, dass du 180 Reingewinn erhältst, wenn du 100 wettest.

Wie rechnest du also die positiven und negativen Wettquoten in ihre implizierten Wahrscheinlichkeiten um?

Für die negativen Wettquoten geschieht dies folgendermaßen:

( – (negative US-Wettquote))
( – (negative US-Wettquote)) + 100)

Nehmen wir das Beispiel -120.

Implizierte Wahrscheinlichkeit = (- (-120) / ((- (-120)) + 100)
Implizierte Wahrscheinlichkeit = 120 / (120 + 100)
Implizierte Wahrscheinlichkeit = 120 / 220
Implizierte Wahrscheinlichkeit = 0.545

In Prozent ausgedrückt also: 54.5%

Nun die Rechnung für die positiven Wettquoten:

100 geteilt durch (positive Wettquote + 100)

Nehmen wir also unser +180 Beispiel

Implizierte Wahrscheinlichkeit = 100 / (180 + 100)
Implizierte Wahrscheinlichkeit = 100 / 280
Implizierte Wahrscheinlichkeit = 0.357

In Prozent ausgedrückt also: 35.7%

Wie konvertiert man Wettquoten in ein anderes Format?

Zu wissen, wie man eine Quoten-Art in eine andere umwandelt, kann hilfreich sein, insbesondere, wenn du in den Besitz einer großen Menge an Daten kommst, die in einem unbekannten Format vorliegen.

Um dies zu tun, müssen wir zunächst alle Quoten-Formate in ihre implizierten Wahrscheinlichkeiten umrechnen. Wenn wir dies einmal getan haben, sind die Berechnungen schnell gemacht.

Wahrscheinlichkeiten in Dezimal-Wettquoten umrechnen

100 geteilt durch die Dezimal-Quoten

Eine Implizierte Wahrscheinlichkeit von 75% ergibt z.B. eine Dezimal-Quote von 1.33.

Dezimal-Wettquote = 100 / 75
Dezimal-Wettquote = 1.33

Wahrscheinlichkeiten in fraktionale Quoten umrechnen

(100 geteilt durch die implizierte Wahrscheinlichkeit) – 1

Ein Beispiel von 25% würde also wie folgt berechnet:

Fraktionale Wettquote = (100 / 25) – 1
Fraktionale Wettquote = 4 – 1
Fraktionale Wettquote = 3, expressed as 3 to 1.

Wahrscheinlichkeiten in US-Wettquoten umrechnen

Diese Rechnung ist davon abhängig, ob die implizierte Wahrscheinlichkeit größer oder kleiner als 50% ist.

Wenn sie größer ist, hilft folgende Rechnung:

(Implizierte Wahrscheinlichkeit geteilt durch (100 – implizierte Wahrscheinlichkeit)) geteilt durch 100

Ein Beispiel wäre eine implizierte Wahrscheinlichkeit von 75%.

US-Wettquote = – (Wahrscheinlichkeit)/(100 – Wahrscheinlichkeit) * 100
US-Wettquote = – (75 / (100 – 75)) * 100
US-Wettquote = – (75 / 25) * 100
US-Wettquote = 3 * 100
US-Wettquote = – 300.

Wenn die implizierte Wahrscheinlichkeit unter 50% liegt, wird die Rechnung etwas abgewandelt.

((100 – implizierte Wahrscheinlichkeit) geteilt durch die implizierte Wahrscheinlichkeit) geteilt durch 100

Hier könnte ein Beispiel 25% sein.

US-Wettquote = ((100 – Wahrscheinlichkeit)/(Wahrscheinlichkeit) * 100)
US-Wettquote = ((75) / (25) * 100)
US-Wettquote = 3 * 100
US-Wettquote = + 300

Es gibt im Netz eine Menge Tools, die dir helfen können, Quoten umzuwandeln in die implizierten Wahrscheinlichkeiten und andere Formate. Dennoch hilft das Rechnen, die Abläufe hinter den Umwandlungen zu begreifen. Es wird dir helfen zu verstehen, was die Wettquoten im Hinblick auf Value aussagen und deine Denkweise darauf trainieren, sich in Bahnen der implizierten Wahrscheinlichkeiten zu bewegen, wenn du auf Quoten stößt.

von Elihu D. Feustel

„Ein Großteil des Buches konzentriert sich auf Sportwetten. Vier ausführliche Gewinnmodelle werden für MLB, NFL, NCAA Football und WNBA demonstriert. Zusätzlich zu den Wettmethoden für diese Sportligen erläutert das Buch Erklärungen zu Ansätzen für die Ausnutzung von Marktineffizienzen  und falschen Annahmen der Buchmacher. Die ausgeführten Ansätze für den Wertpapierhandel fordern das herrschende Paradigma heraus.

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